Kollaps


Kollaps

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Kol|laps ['kɔlaps], der; -es, -e:
körperlicher Zusammenbruch aufgrund eines Kreislaufversagens:
einen Kollaps bekommen, erleiden.
Syn.: Anfall.

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Kọl|laps 〈a. [-′-] m. 1
1. 〈Med.〉 durch mangelhafte Durchblutung des Gehirns verursachter, meist auf einen Schock folgender Kreislaufzusammenbruch; Sy Kreislaufkollaps
2. 〈fig.; allg.〉 Zusammenbruch (wirtschaftlicher \Kollaps)
3. 〈Astron.〉 das Zusammenfallen eines Sterns infolge der eigenen Gravitation
[<mlat. collapsus „Zusammenbruch“; → kollabieren]

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Kọl|laps [auch: …'laps ], der; -es, -e [mlat. collapsus, zu lat. collabi, kollabieren]:
1. (Med.) plötzlicher Schwächeanfall infolge Versagens des peripheren Kreislaufs u. verminderter Hirndurchblutung:
einen K. bekommen, erleiden.
2. (Astron.) Endphase der Sternentwicklung, in der der Stern durch die eigene Gravitation in sich zusammenfällt.
3. [wirtschaftlicher] Zusammenbruch.

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Kọllaps
 
[zu lateinisch collabi »(in sich) zusammensinken«] der, -es/-e, Medizin: Kreislaufkollaps, plötzlich auftretende, im Unterschied zum Schock meist kurzfristige Regulationsstörungen des Kreislaufs, bei denen die Ausgleichsmöglichkeiten des Organismus nicht mehr ausreichen, um eine genügende Durchblutung der lebenswichtigen Organe zu gewährleisten; der akute Blutmangel im Gehirn führt hierbei zur Ohnmacht. Vorzeichen sind meist Gesichtsblässe, kalter Schweiß, Schwindelgefühl und Gliedmaßenzittern. Als Ursachen kommen eine hypotone Blutdruckregulationsstörung, die Abnahme der Förderleistung des Herzens (z. B. bei Herzrhythmusstörungen) oder anderweitig verursachte Störungen der Hirndurchblutung (z. B. Karotisstenose) infrage. Sie gehen entweder auf eine vegetative Fehlregulation oder auf organische Erkrankungen zurück. Beim orthostatischen Kollaps kommt es durch abruptes Aufstehen oder nach längerem Stehen zum Absinken des Blutes in die Bein- und Beckenvenen mit Blutdruckabfall (Orthostasesyndrom); starke vertikale Beschleunigung führt zum Beschleunigungskollaps; auf vegetativem Wege (vagovasale Reaktion) wirken psychische Einflüsse. Eine verstärkte Neigung zum Kollaps besteht bei vegetativer Labilität, Blutzuckerschwankungen, während Schwangerschaft und Wechseljahren und bei schweren Infektionen. Zu den Allgemeinmaßnahmen bei einfachem Kollaps gehören Kopf-Tieflagerung, Gefäßreizung (mit kaltem Wasser), Anwendung von kreislaufanregenden Mitteln. In jedem Fall ist eine ärztliche Klärung der Ursache erforderlich.

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Kọl|laps [auch: -'-], der; -es, -e [mlat. collapsus, zu lat. collabi, ↑kollabieren]: 1. (Med.) plötzlicher Schwächeanfall infolge Versagens des peripheren Kreislaufs u. verminderter Hirndurchblutung: K. (oder Schock) tritt immer dann ein, wenn ein Missverhältnis zwischen vorhandener Blutmenge und Fassungsvermögen des Gefäßsystems besteht (Medizin II, 297); einen K. bekommen, erleiden; *einen K. kriegen (ugs.; aus der Fassung geraten): der kriegt einen K., wenn er das hört. 2. (Astron.) Endphase der Sternentwicklung, bei der der Stern durch die eigene Gravitation in sich zusammenfällt. 3. [wirtschaftlicher] Zusammenbruch: Wenn die Wehrmacht vor Stalingrad ... einen moralisch-militärischen K. erlitten hat (K. Mann, Wendepunkt 427); Die Anleihe ... soll das Pfund vor einem K. der Abwertung bewahren (Welt 18. 11. 67, 17). 4. (Holztechnik) starkes Schwinden des Holzes senkrecht zur Faserrichtung während der Trocknung.

Universal-Lexikon. 2012.